Familie Dally auf Java

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Familie Dally auf Java

2009-12-23

Schlangen und Besuch

Ob da ein Zusammenhang besteht, oder ob unsere Besucher Schlangen mitbringen?
Oder ob der Geruch der Europäer sie anlockt?
Fest steht, bei uns am und im Haus gab es bislang nur Schlangen, wenn Besuch da war:

2007 - Lukas und die grüne Schlange
2008 - Katjas Eltern und die Python (Aber der Besuch war absichtlich.)
2008 - Kathrin und Thomas mit der Kobra
2009 - Schmidts und die FTSV-Schlange (wegen der Farben, so genannt)
2009 - Lukas und die Baby Kobra
Die Hunde haben gestern das kleine, giftige Würmchen entdeckt, und wir konnten es lebend in ein Glas bugsieren.

Aber wo sind die grösseren Geschwister und Eltern? Zeigen sie sich beim nächsten Besuch? ....

Katja hatte Geburtstag und wir haben ihr eine KFC Krone verpasst. Im Hintergrund des zweiten Bildes beachtet unseren enormen Weihnachtsbaum in diesem Jahr.
Ach so, und es regnet inzwischen manchmal, und Lukas geniesst es bei 25-30 Grad, plus - versteht sich.
Gestern sprach ich mit einem Kirchenvorsteher, der meinte: "Es fühlt sich dieses Jahr gar nicht wie Weihnachten an, denn es regnet nicht genug." Noch einmal an dieser Stelle - Euch allen ein "Gesegnetes Christfest und ein gutes neues Jahr!"

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2009-12-15

So sieht es bei uns aus...

Wir hatten dieser Tage Besuch von Christian, einem freiwilligen Mitarbeiter der VEM, der in Salatiga arbeitet. Mit ihm konnte ich einen virtuellen Rundgang in das weblog stellen. Unser Weihnachtsgeschenk an euch, verbunden mit der Einladung doch einmal persönlich vorbei zu kommen. Einfach anklicken, hier: http://www.dally-dally.eu/rundgang/

Viel Spass dabei!

Und euch allen eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Christfest und ein gutes neues Jahr!

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2009-11-30

Ein_Finger-Suchsystem-mit-links

Es ist einiges neues zu berichten, aber das muss einen Monat warten. Die beiden Bilder erklären, warum! Lea fuhr dann alleine und ich lief neben ihr her, weil sie begleitet werden wollte, bis Lea dann bergab Vollgas gab ...
vorher nachher

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2009-11-16

Wir sind wieder in Malang!

Ja, dass sind wir schon lange und haben doch nichts in unseren Blog geschrieben. Dass soll sich jetzt ändern:

Was ist alles passiert:

Wir sind in Malang angekommen und am nächsten Tag fing schon die Schule für die Kinder an. So hatten sie keine Zeit Heimweh nach Deutschland zu bekommen. Jona und Lea fühlen sich wieder wohl in der Schule, auch wenn sich Lea sich öfter über ihre Jungen in der Klasse beschwert. Bei ihr sind jetzt 7 Jungen und nur 3 Mädchen in der Klasse. Sie hätte es lieber andersherum.
Nach 3 Monaten in Deutschland war der Start in der Schule schwierig. Jona und Lea mussten wieder ihr Englisch hervor kramen und vor allem für Jona war das schwierig. Lea hat sich eher riesig gefreut endlich wieder Englisch sprechen zu dürfen. Es wird mehr und mehr ihre „Muttersprache“. In der 4 Klasse wird jetzt erheblich mehr geschrieben und auch beim Spelling Test werden jetzt nicht nur Worte sondern Sätze diktiert. Das war doch eine große Umstellung. Aber Jona und Lea gehen nach wie vor gerne zur Schule und sind sehr wissbegierige Schüler. UN-Day Jona unter Freunden UN-Day Lea unter Freunden UN-Day Friesische Fischer Natürlich gibt es oft Turniere - wieder einmal siegreich

Auf Volker wartete auch gleich viel Arbeit. Seine Kollegen hatten mit den meisten Seminaren gewartet, bis er auch wieder hier ist. So ging es gleich mit einem Kurs für Guru Injil (Laienprediger) los. Anschließend ein Programm zum interreligiösen Dialog mit den indonesischen Partnerkirchen der PKN, der holländischen Kirche.
Danach dann gleich ein Vikarskurs. Der Vikarskurs beim Outdoortraining Letzte Aufgabe erfolgreich gelöst. Gemeinsam eine Bank bauen aus Naturmaterialien
Anschließend war ein Javanischkurs an der Reihe und zur Zeit leitet er einen Dreiwochenkurs in Seelsorge und am Wochenende ist er oft zu Fortbildungen in den Gemeinden unterwegs. Ab Dezember soll es angeblich wieder ruhiger werden für ihn.
Das Material für die Teilnehmenden bereits in einer Tasche mit dem neuen VEM-Logo

An einem Wochenende im September sind wir nach Tulungrejo gefahren. Volker hatte dort einen Gottesdienst übernommen. Tulungrejo liegt in der nähe von Banjuwangi, ganz im Osten von Java. Wir sind am Freitag nach der Schule losgefahren waren dann Abends um 21 Uhr am Ziel. Am Samstag haben wir einen neuen Vulkan bestiegen, den Ijen. Im Krater des Ijen ist ein See und am Rande des Sees, kommt Schwefel aus dem Berg. Das riecht ganz lecker. Der Schwefel wird abgebaut und von Männern erst den Berg hinauf zum Kraterrand (ca. 1 sehr, sehr steiler Kilometer) den Berg hinunter zur Straße getragen (ungefähr 3 km). Der Schwefel wir in zwei Körbe gepackt, die an einer Bambusstange festgemacht sind. Die Männer tragen die Bambusstange auf der Schulter und so tragen sie zwischen 60 – 120 kg den Berg hinauf und hinunter. Und das ganze in Flip-Flops, Barfuß oder Gummistiefeln. Das ist wirklich unglaublich. Der Anstieg ist sehr steil und der Weg war beim Abstieg doch sehr rutschig. Ich bin 2 mal hingefallen. Sehr zur Freude meiner Familie. (Gibt es leider kein Bild dazu, sehr zum Ärger der Familie.)
Jona am Kraterrand Am Ende des Anstiegs vom See wo der Schwefel flüssig austritt und sofort erstarrt. Als Nebenjob ungeeignet - Schwefelträger

Ende September ist Volker dann für 3 Wochen nach Yogya gefahren und hat dort ein letztes mal Javanisch gelernt. Wir haben ihn dort abgeholt. Dies war möglich, weil die Kinder 2 Tage Schulfrei hatten. In Yogya sind die Kinder wieder Schlittschuh gelaufen. Das hat ihnen riesigen Spaß gemacht und ich habe ordentlich gefroren.

Während Volker gearbeitet hat, bzw. in Yogya war habe ich 2 sehr schöne Ausflüge mit den Kindern unternommen. Das erste mal waren wir auf Pulau Sempu zelten. Wir sind mit einer Gruppe von 14 Leuten Samstag morgens losgefahren nach Sendang Biru. Von dort sind wir mit einem kleinen Boot zur Pulau Sempu über gesetzt und haben dort eine Nacht übernachtet. Wir haben gebadet, gesungen, viel erzählt, sind die Felsen hoch geklettert und haben Fisch gegrillt. Das war spannend.
Badespass in der Lagune Grillen am kleinen Grill Angeln und Singen - ob die Fische das mögen?
Nachts hat es dann einen kurzen Regenguss gegeben, und wir haben festgestellt, das unser Zelt nicht wasserdicht ist. Ich bin den halben nächsten Morgen im Nachthemd herumgelaufen, weil meine Hose noch zum Trocknen auf der Wäscheleine hing.

Der nächste Ausflug war eine Höhlentour. Durch die Höhle fließt ein Fluss und wir sind die ganze Zeit im Wasser herumgelaufen, geschwommen und geklettert. Das war beeindruckend aber ich war auch wirklich froh, als wir das Tageslicht wieder gesehen haben. Der Eingang zur Höhle Eine klitschnasse Tour Endlich am Tagesziel

So, jetzt werde ich noch versuchen ein paar Bilder einzustellen und dann seid ihr erst einmal wieder auf dem Laufenden, was wir hier so machen. Das klappt nicht, überlasse ich also Volker, mal sehen, wann er das macht, dauert immer ein paar Stunden.
[Stimmt, und Katja genießt derweil das neue Lesesofa im Hausgarten.] Geniessen ist eine Kunst

Liebe Grüße
Katja

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2009-04-23

In aller Kürze mit ein paar Bildern

Was ist passiert in den letzten Monaten?
Zu viel, um es jetzt noch ausführlich zu schildern, also daher heute nur ein paar wenige Sätze zu den einzelnen Ereignissen.
Im Januar haben wir zunächst einmal Urlaub gehabt und den in Flores verbracht.
Kleine Seesternsammlung Unser Domizil direkt am Strand Krippe auf Flores Wir sind jedes Jahr ein wenig weiter im Osten. Vielleicht dann bald in Papua.
Zurückgekehrt haben wir dann auch schon gleich unseren lieben Freund Soetrisno in den Ruhestand verabschiedet. Bei dieser Gelegenheit konnten wir auch Tris und Susannahs Sohn Adi kennen lernen, der in Holland lebt.
Der Kirchenpräsident Iman verabschiedet Pfr. Soetrisno Und schon ist man im Ruhestand auch wenn Susannah und Adi es noch nicht sind.
Ansonsten war der Monat Januar angefüllt mit Sitzungen zur Jahresauswertung und Jahresplanung, sowie dem Verfassen diverser Berichte.
Dienstlich gesehen war der Februar sehr spannend, weil ich einerseits als Beauftragter des Asienreferates der VEM an der Synode der PGI, dem Zusammenschluss von 87 protestantischen Kirchen Indonesiens, in Makassar teilnehmen konnte. Eine Erfahrung, die viele Probleme unter den Kirchen offenbarte, aber auch die Kraft derselben, wenn sie denn wirklich geeint auftreten. Zudem konnte ich einige neue Kontakte knüpfen, die für meine Arbeit hier hoffentlich einiges austragen werden.
Vorstand der PGI Pleno der Gliedkirchen
Ausserdem hatte die GKJW eine Sondersynode, auf der die Grundordnung der Kirche bearbeitet und in veränderter Form verabschiedet wurde.
Privat gesehen war der Besuch unserer Freunde Iris und Richard das bislang beste Erlebnis in diesem Jahr. Ich wage nicht das Foto von ihrem Sonnenbrand einzustellen. Lea konnte stolz ihre Paten herumführen, sei es zur Schule, an den Strand, beim Gottesdienst in unserem Haus oder zum Pianowettbewerb.
Preisverleihung nach dem Wettbeweb Das wohl beste Geschenk - Highschoolmusicalranzen Mit den Paten am Strand ... ... und im Wasser
Und sie hatte wieder einmal Geburtstagsgäste aus Deutschland. Schmidts alleine unterwegs und schon bestaunt Javanisch speisen
Februar und März habe ich einige Seminare zum Alten Testament durchgeführt. Das am besten besuchte Seminar war in der Gemeinde in Waru (Surabaya) wo über vier Wochen jeden Donnerstag mehr als 100 Menschen am Seminar teilnahmen. Das schlechtbesuchteste war ein Deutschkurs in Sukun, wo sich nur drei Leute interessierten (Kann ich verstehen, wer brauch hier schon deutsch?), die Gemeinde aber diesen Kurs unbedingt anbieten wollte. Zudem war ich als Festredner zum Uniabschluß der Studierenden an Petra Universität in Surabaya eingeladen.
Ein Teil der ca. 300 erfolgreichen Absolventen Gruppenarbeit zum Alten Testament in Waru
Ausserdem haben sich im März die Asienmitarbeitenden der VEM zu einer Tagung in Bogor getroffen, eine sehr gute Erfahrung. Wir wissen jetzt, wer mit uns im Boot sitzt und können mit Namen nun auch Gesichter und Erfahrungen verbinden. Ich denke, allen hat dieses Treffen gut getan und es wird hoffentlich eine regelmäßige Einrichtung werden. Sehr gefreut hat uns, dass Jörg Spitzer (Personalreferent der VEM) es möglich gemacht hat auch noch mit nach Malang zu kommen. Zusammen denken und arbeiten Die Freiwilligen der VEM in Asien Zusammen Gottesdienst feiern Was die VEM stark macht - die Vemily
Mein persönlich schönstes Erlebnis rein privater Natur in diesem Monat war der Besuch zweier klassischer Konzerte in Kuala Lumpur, die Einlösung meines Weihnachts- und Geburtstagsgeschenkes. Das deutsche Sinfonieorchester spielte dort und Matthias Goerne sang die Kindertotenlieder von Mahler, die ich schon lange einmal live hören wollte.
Petronas Tower von unten im Sonnenschein und von oben bei trüben Wetter
Im April ging und geht es mit Seminaren im Rahmen der theologischen Mitarbeiterausbildung in der GKJW weiter. Aber auch ein VEM Asia-council Seminar in Salatiga konnte ich als Mitwirkender zum Thema "Overcoming violence" besuchen. Auch hier wieder die Gelegenheit wichtige Kontakte zu knüpfen. Vielen Dank an die Vorbereitenden, dass ich zur Mitwirkung eingeladen wurde (Wenn auch kurzfristig, aber das bin ich ja von meinen indonesischen Freunden gewohnt.) Panorama von  Salatiga Haus der Jugend der GKJ Daneben hatte ich die Möglichkeit ein Seminar zur Pastoralen Kompetenz auf Grundlage der Klinischen Seelsorge Ausbildung mit einer netten Kollegin in Salatiga vorbereiten zu können; eine Fortsetzung eines ersten Treffens im Dezember des letzten Jahres. Ibu Dien hat ihre Ausbildung in Australien absolviert, ich in Deutschland. Interessant ist es die beiden Ansätze miteinander zu vergleichen und zu kombinieren.
Da die Kinder gerade Osterferien hatten, konnten alle mitkommen und einen kleinen Urlaub für den Rest der Familie daraus werden lassen, aber im Anschluss haben wir noch gemeinsam 2 Tage in Semarang verbracht. Semarang hat eine schöne Altstadt mit recht vielen Häusern aus der Kolonialzeit, die alle unter Denkmalschutz gestellt wurden.
Denkmalschutz in Semarang Bahnhof von Semarang Haus der 1000 Türen Klenteng (konfuzianischer Tempel) in Semarang Beim Haus der Eisenbahn Weil der Pool zu teuer ist, kommt der Brunnen gerade recht.
Der Monat April steht auch ganz unter dem Zeichen der Parlamentswahl. Am Wahltag, dem 9. waren wir in Semarang. Überall gab es Wahllokale, wie im ganzen 13000 Inselnland. Das ganze ist schwer zu organisieren, weil Demokratie noch gelernt wird, vieles gelingt nicht, das Endergebnis steht noch nicht fest, aber die Regierungsparteien haben wohl das Rennen gemacht, aber sich gestern als Koalition auch getrennt. Als Institut haben wir einen Leitfaden für die Kirchengemeinden erstellt, der die Grundlagen zur Wahl und Basisinformationen zu den 44 angetretenen Parteien gibt.
Studium der riesigen Wahlzettel Das Wahlhelferkommittee an einem Ort Und da geht es dann hinein mit den Zetteln.
Anfang Mai werde ich noch einmal nach Medan (Sumatra) fliegen, um dort für die VEM einige Aufgaben zu erledigen. Danach muß ich noch die wichtigsten Dinge für meine Abwesenheit im Institut organisieren und dann steht bereits das Packen für den Heimataufenthalt an.
Soviel in aller Schnelle, wenn auch das Hochladen der Fotos mal wieder alles andere als schnell gewesen ist.
Und einen schgönen Gruß auch von semah kula  ingkang paling sae ing dunia menika

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